Probleme und Lösungen beim Einsatz von Isolierglas-Prüfsystemen:
Â
- Was ist als Fehler im Glas anzusehen?
 Fehler und Verschmutzungen zu finden, ist die eine Seite. Aber ist jedes Staubkorn bereits ein Fehler, den man visualisieren muss? Bei der Isolierglasproduktion in der Regel nicht. Ein Prüfsystem soll hier nur relevante Fehler anzeigen. Doch was ist relevant? Die Grundlage dafür bietet die Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas für das Bauwesen. Dies kann aber nur ein Richtwert sein. In der Praxis bestimmt letztlich der Endkunde, welche Qualität maßgeblich ist. Zudem existiert momentan noch keine allgemeingültige Richtlinie, die sich auf 3fach Isoliergläser bezieht. Ein Prüfsystem muss also vor allem die Fehler sehen, die das menschliche Auge unter verschiedenen Beleuchtungsbedingungen deutlich wahrnimmt. Letztlich ist die Wahrnehmung von relevanten Fehlern sehr subjektiv. Es muss ein praxistauglicher Kompromiss gefunden werden.
Unsere OBV-Scan Systeme bewerten nur Fehler, die Sie auch wirklich sehen sollten und sehen wollen. Würden wir auch kleinste Fehler visualisieren, (wozu OBV-Scan Systeme durchaus in der Lage sind), wäre das nicht hilfreich und die Akzeptanz des Prüfsystems bei Ihrem Personal wäre nicht gegeben.
- Wie bewertet ein Prüfsystem die Glasqualität? Die Entscheidung: - Glas OK oder nicht?
Ein Prüfsystem muss selbstständig und zuverlässig entscheiden können, ob eine Scheibe fehlerhaft ist oder nicht. Bislang wurde diese Entscheidung von Menschen getroffen. Subjektive Kriterien spielen eine wichtige Rolle dabei - wie stark werden Fehler wahrgenommen. Wie ist die Qualität der Scheibe zu beurteilen, wenn man die Summe mehrerer kleiner Fehler betrachtet. Auch die Lage der Fehler auf der Scheibe ist wichtig. Liegt ein Kratzer am Scheibenrand, so ist vielleicht das Glas noch nicht als fehlerhaft zu bewerten. Eine große Herausforderung für ein Prüfsystem.
Nur durch eine langjährige Entwicklungsarbeit in der Isolierglasproduktion ist es uns gelungen, ein Prüfsystem zu entwickeln, dass praxisgerechte und sinnvolle Entscheidungen trifft: Glas OK / Glas nicht OK! Natürlich gibt es, wie bei der manuellen Qualitätskontrolle immer Grenzfälle. Die Bewertung der Scheibenqualität durch unsere Systeme hat sich jedoch in der Praxis bestens bewährt.
- Die Integration in den Produktionsprozess
Ein Prüfsystem muss sich nahtlos in den Workflow einfügen. Es darf an keiner Stelle bremsen oder stören und muss vom Personal sofort akzeptiert werden. Dazu gehört ein minimaler Bedienaufwand und ein ausgeklügeltes System der Scheibenverfolgung. Es muss beispielsweise immer die aktuelle Scheibe, die in der Visitierstation steht, angezeigt werden. Auch wenn Scheiben aus der Produktionsstrecke entnommen werden.
Unsere Prüfsysteme veranlassen, nur da in den Produktionsprozess einzugreifen, wo es notwendig ist: bei fehlerhaftem Glas. Es wird stets die aktuelle Scheibe in der Visitierstation dargestellt und bewertet. Das Prüfsystem erzeugt keinen Bedienaufwand bei der Produktion. Da wir den Produktionsprozess genau kennen, können wir maßgeschneiderte Lösungen anbieten.
Â
|